Welche Aussagen zur Kalkulation eines Produkts mit Zuschlagssätzen treffen zu?
Einzelkosten werden dem Produkt direkt zugerechnet und Gemeinkosten mit Kostenstellen-Zuschlägen ergänzt, bis Herstell- und Selbstkosten entstehen.
Kosten der Hilfsstellen werden zuerst auf empfangende Hauptstellen verrechnet; erst danach wendet man Zuschlags- oder Verrechnungssätze der Hauptstellen auf die Produkte an.
Fixkosten müssen in der Zuschlagskalkulation stets als Einzelkosten dem einzelnen Produkt zugerechnet werden.
Bei homogener Verursachung erhält man den Zuschlagssatz, indem man die Gemeinkosten der Stelle durch eine geeignete homogene Bezugsgröße teilt.
Der am Markt erzielbare Preis wird allein aus den per Zuschlag voll belasteten Selbstkosten berechnet.
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Answer: Einzelkosten werden dem Produkt direkt zugerechnet und Gemeinkosten mit Kostenstellen-Zuschlägen ergänzt, bis Herstell- und Selbstkosten entstehen. · Kosten der Hilfsstellen werden zuerst auf empfangende Hauptstellen verrechnet; erst danach wendet man Zuschlags- oder Verrechnungssätze der Hauptstellen auf die Produkte an. · Bei homogener Verursachung erhält man den Zuschlagssatz, indem man die Gemeinkosten der Stelle durch eine geeignete homogene Bezugsgröße teilt.
Die Zuschlagskalkulation rechnet Einzelkosten direkt zu und ergänzt Gemeinkosten über Stellen-Zuschläge bis zu Herstell- und Selbstkosten. Hilfsstellenleistungen laufen zuerst auf Hauptstellen; deren Sätze belasten dann die Produkte. Ein einfacher Satz entsteht als Gemeinkosten geteilt durch eine homogene Bezugsgröße. Fixkosten sind dadurch nicht automatisch Einzelkosten, und der Marktpreis folgt nicht allein aus den Selbstkosten, sondern aus Nachfrage, Wettbewerb und Strategie.
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Bei homogener Verursachung ermittelt man einen einfachen Zuschlagssatz, indem man die Gemeinkosten der Stelle durch eine geeignete homogene ___ teilt; das Ergebnis wird als Prozent oder als Euro je ___ ausgedrückt.
Wenn die Kosten einer Stelle weitgehend durch eine einzige, homogene Größe erklärt werden, teilt man die Gemeinkosten durch diese Bezugsgröße. Der so gewonnene Satz lässt sich prozentual (etwa auf Einzelkosten) oder als Eurobetrag je Leistungseinheit angeben und später auf die Kostenträger aufschlagen.
Numeric
Die Materialgemeinkosten einer Periode betragen 36000 Euro, die zugehörigen Materialeinzelkosten 180000 Euro. Wie hoch ist der Materialgemeinkostenzuschlag in Prozent?
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Answer: Wert: 20 Prozent (exakt, ohne Toleranz; auch 20 bzw. 20 % akzeptieren).
Der einfache Zuschlagssatz ergibt sich als Gemeinkosten geteilt durch die homogene Bezugsgröße Materialeinzelkosten: 36000 geteilt durch 180000 ergibt 0,20, also 20 Prozent. In der Zuschlagskalkulation werden die Materialeinzelkosten eines Erzeugnisses anschließend mit diesem Satz belastet.
Flash card
Ein Auftrag verursacht 500 Euro Materialeinzelkosten und 800 Euro Fertigungseinzelkosten. Der Materialgemeinkostenzuschlag beträgt 20 Prozent, der Fertigungsgemeinkostenzuschlag 50 Prozent. Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten werden mit 10 Prozent auf die Herstellkosten zugeschlagen. Ermitteln Sie die Selbstkosten und beschreiben Sie den Rechenweg.
In der Zuschlagskalkulation werden die Einzelkosten direkt angesetzt und die Gemeinkosten über die jeweiligen Zuschlagssätze ergänzt. Aus Material- und Fertigungsanteil entstehen die Herstellkosten; darauf folgen Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten, bis die Selbstkosten vorliegen. Gewinn, Rabatt, Skonto oder Umsatzsteuer würden erst danach zum Angebotspreis führen.
Single choice
In der erzeugten, unbeschrifteten Darstellung einer Zuschlagskalkulation: welche Kostengröße entspricht dem farblich hervorgehobenen Block?
Materialkosten
Herstellkosten
Selbstkosten
Fertigungskosten
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Answer: Herstellkosten
In der üblichen Zuschlagskalkulation werden zunächst Materialeinzel- und Materialgemeinkosten sowie Fertigungseinzel- und Fertigungsgemeinkosten zusammengeführt. Erst diese Zusammenfassung ergibt die Herstellkosten; Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten kommen danach hinzu und führen zu den Selbstkosten. Der hervorgehobene mittlere Zusammenführungsblock steht daher für die Herstellkosten.
Grundmodell der Kostenrechnung
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Im Grundmodell der Kostenrechnung beantwortet die Kostenartenrechnung die Frage ___, die Kostenstellenrechnung die Frage ___ und die Kostenträgerrechnung die Frage ___.
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Answer: Blank 1: Welche Kosten? (auch akzeptieren: welche Kosten, Welche Kosten entstehen?, welche Kosten anfallen). Blank 2: Wo? (auch: Wo?, wo, Wo entstehen die Kosten?, wo entstehen sie). Blank 3: Wofür? (auch: wofür, Wofür beziehungsweise wohin verrechnet?, wohin verrechnet, wofür bzw. wohin).
Das Grundmodell gliedert sich in drei Stufen: Zuerst wird der Werteverzehr nach Arten erfasst (welche Kosten), dann nach Entstehungs- und Verantwortungsbereichen (wo) und schließlich den Produkten bzw. Aufträgen zugeordnet (wofür bzw. wohin verrechnet). Einzelkosten gehen direkt auf die Kostenträger, Gemeinkosten über die Kostenstellen.
Multiple choice
Welche Aussagen zur Einordnung und Verrechnung von Kosten im Grundmodell treffen zu?
Einzelkosten werden den Kostenträgern direkt zugerechnet.
Gemeinkosten werden über Kostenstellen weiterverrechnet.
Allein die Bezeichnung als Lohn oder Gehalt entscheidet darüber, ob Einzel- oder Gemeinkosten vorliegen.
Rohstoffe sind regelmäßig Einzelkosten, weil sie dem Produkt direkt zurechenbar sind.
Nichtproduktive, nicht direkt zurechenbare Arbeitskosten sind regelmäßig Einzelkosten.
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Answer: Einzelkosten werden den Kostenträgern direkt zugerechnet. · Gemeinkosten werden über Kostenstellen weiterverrechnet. · Rohstoffe sind regelmäßig Einzelkosten, weil sie dem Produkt direkt zurechenbar sind.
Maßgeblich ist die Zurechenbarkeit, nicht die Bezeichnung. Produktbezogene Einzelkosten (etwa Fertigungslöhne oder Rohstoffe) gehen direkt auf den Kostenträger; nicht direkt zurechenbare Teile, typischerweise auch nichtproduktive Arbeit, laufen als Gemeinkosten über die Kostenstellen. Eindeutig produktbezogene Gehälter können abweichend vom traditionellen Bild ebenfalls Einzelkosten sein.
Flash card
Beschreiben Sie den üblichen Aufbau einer Zuschlagskalkulation vom Materialeinsatz bis zum Verkaufspreis.
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Answer: Materialeinzelkosten plus Materialgemeinkosten; Fertigungseinzelkosten plus Fertigungsgemeinkosten; daraus die Herstellkosten. Danach Verwaltung und Vertrieb zu den Selbstkosten. Anschließend Gewinn, Rabatt bzw. Skonto und Umsatzsteuer zum Verkaufspreis.
Die Kostenträgerrechnung setzt auf direkt zugerechnete Einzelkosten und stellenbezogene Gemeinkostenzuschläge auf. Material- und Fertigungsbereich ergeben die Herstellkosten; Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten führen zu den Selbstkosten, auf die Gewinn, Preisnachlässe und Umsatzsteuer folgen.
Single choice
Ein Betrieb prüft eine Preissenkung für einen Zusatzauftrag. Die Vollkosten wären nicht gedeckt, die Fixkosten bleiben unverändert. Wann kann die Preissenkung trotzdem vorteilhaft sein?
Wenn der zusätzliche Erlös die zusätzlichen variablen Kosten übersteigt
Wenn die kalkulatorische Abschreibung linear statt degressiv verrechnet wird
Wenn zuvor alle Gemeinkosten als Stellen-Einzelkosten erfasst wurden
Nur wenn auch bereits entstandene, nicht mehr beeinflussbare Kosten durch den Auftrag gedeckt werden
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Answer: Wenn der zusätzliche Erlös die zusätzlichen variablen Kosten übersteigt
Bei unveränderten Fixkosten zählt für die Entscheidung der Deckungsbeitrag: übersteigt der Mehrumsatz die zusätzlichen variablen Kosten, verbessert sich das Ergebnis trotz scheinbarer Vollkostenunterdeckung. Eine willkürliche Fixkostenverteilung und das Einbeziehen von Sunk Costs würden die kurzfristige Beurteilung verzerren.
Single choice
Im erzeugten Schaubild: welcher Schritt der Kostenverrechnung ist farblich hervorgehoben?
Verrechnung der Kosten der Hilfsstellen auf die empfangenden Hauptstellen
Anwendung der Zuschlags- oder Verrechnungssätze der Hauptstellen auf die Produkte
Direkte Zurechnung der Einzelkosten auf die Kostenträger
Erfassung und Gliederung des Werteverzehrs in der Kostenartenrechnung
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Answer: Verrechnung der Kosten der Hilfsstellen auf die empfangenden Hauptstellen
Innerbetriebliche Leistungen werden nicht sofort auf Produkte aufgeschlagen. Zuerst werden die Kosten der Hilfsstellen auf die empfangenden Hauptstellen verrechnet; erst danach entstehen Endkosten und Verrechnungssätze der Hauptstellen, mit denen Gemeinkosten auf die Kostenträger gelangen.
Kalkulatorische Abschreibungen
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Die kalkulatorische Abschreibung soll den wirtschaftlichen Werteverzehr ___ als Kosten erfassen und eine zweckgerechte ___ ermöglichen.
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Answer: Blank 1: periodengerecht. Blank 2: Kapital-/Substanzerhaltungsperspektive (auch akzeptiert: Kapital- und Substanzerhaltungsperspektive, Kapitalerhaltungsperspektive, Substanzerhaltungsperspektive, Kapital- bzw. Substanzerhaltung).
Intern soll nicht primär ein gesetzlicher Buchwert abgebildet, sondern der wirtschaftliche Werteverzehr der Periode als Kosten angesetzt werden. Zugleich unterstützt die kalkulatorische Abschreibung eine am Zweck der Rechnung ausgerichtete Kapital- bzw. Substanzerhaltung.
Multiple choice
Welche Aussagen zu Unterschieden zwischen kalkulatorischer und buchhalterischer Abschreibung treffen zu?
Sie unterscheiden sich unter anderem im Zweck der Rechnung.
Sie können sich in der Wertbasis unterscheiden.
Der Abschreibungsverlauf muss intern zwingend mit dem buchhalterischen Verlauf übereinstimmen.
Intern können Tages- oder Wiederbeschaffungspreise angesetzt werden.
Die handelsrechtliche Nutzungsdauer ist intern zwingend zu übernehmen.
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Answer: Sie unterscheiden sich unter anderem im Zweck der Rechnung. · Sie können sich in der Wertbasis unterscheiden. · Intern können Tages- oder Wiederbeschaffungspreise angesetzt werden.
Unterschiede liegen bei Zweck, Wertbasis, Nutzungsdauer und Verlauf. Für die interne Rechnung dürfen Tages- bzw. Wiederbeschaffungspreise und wirtschaftliche Nutzungsdauern verwendet werden; ein Gleichlauf mit der Buchhaltung ist nicht vorgeschrieben.
Numeric
Eine Maschine hat Anschaffungskosten von 80000 Euro. Am Ende der Nutzungsdauer wird ein Veräußerungserlös von 6000 Euro erwartet, die Abbruchkosten betragen 2000 Euro. Wie hoch ist die abschreibungsfähige Basis in Euro?
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Answer: Value: 76000 Euro (exakt, ohne Toleranz). Auch akzeptiert: 76.000, 76.000 Euro, 76000.
Der erwartete Veräußerungserlös vermindert die abschreibungsfähige Basis, Abbruchkosten erhöhen sie. Rechnung: 80000 minus 6000 plus 2000 ergibt 76000 Euro.
Flash card
Welche Wirkung hat ein steigender Maschinenpreisindex auf die kalkulatorische Abschreibung, wenn diese auf Reproduktionskosten basiert?
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Answer: Die Abschreibung steigt. Die kumulierten kalkulatorischen Abschreibungen können dadurch über den historischen Anschaffungskosten liegen.
Bei Ansatz von Reproduktions- bzw. Wiederbeschaffungswerten zieht ein höherer Preisindex höhere Periodenabschreibungen nach sich. Über die Nutzungsdauer summiert kann der kalkulatorische Werteverzehr die ursprünglichen Anschaffungskosten übersteigen, weil intern nicht an die historische Wertbasis gebunden wird.
Single choice
In der erzeugten Grafik: welcher Abschreibungsverlauf ist farblich hervorgehoben?
linear
degressiv
progressiv
leistungsabhängig
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Answer: progressiv
Ein progressiver Verlauf weist im Zeitablauf steigende Periodenbeträge auf (anfangs niedrig, später höher). Linear bleibt der Periodenbetrag konstant, degressiv sinkt er, leistungsabhängig folgt er der Nutzung statt einer glatten Zeitfunktion.
Kostenstellenrechnung
Single choice
Ein Unternehmen gliedert den Werteverzehr bereits in der Kostenartenrechnung und rechnet Produktkosten in der Kostenträgerrechnung zu. Welche zentrale Aufgabe erfüllt dabei die Kostenstellenrechnung?
Sie leitet den Marktpreis allein aus den angefallenen Kosten ab.
Sie sammelt Gemeinkosten nach Entstehungs- und Verantwortungsbereichen, kontrolliert sie und bereitet sie für die Weiterverrechnung vor.
Sie bewertet Halb- und Fertigerzeugnisse ausschließlich für steuerrechtliche Zwecke.
Sie erfasst produktive, eindeutig produktbezogene Arbeit stets als Gemeinkosten, weil diese über Stellen laufen müssen.
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Answer: Sie sammelt Gemeinkosten nach Entstehungs- und Verantwortungsbereichen, kontrolliert sie und bereitet sie für die Weiterverrechnung vor.
Im Grundmodell beantwortet die Kostenstellenrechnung die Frage, wo Kosten entstehen. Ihre zentrale Aufgabe ist es, Gemeinkosten nach Entstehungs- und Verantwortungsbereichen zu sammeln, zu kontrollieren und für die Weiterverrechnung vorzubereiten. Marktpreise werden nicht allein aus Kosten berechnet; die Bestandsbewertung und die Gliederung des Werteverzehrs gehören zu anderen Zwecken bzw. Stufen. Produktive, eindeutig zurechenbare Arbeit bleibt typischerweise Einzelkosten.
Multiple choice
Welche der folgenden Kriterien werden bei der Bildung von Kostenstellen herangezogen?
Funktion der Stelle
Räumlicher Bereich
Rechtsform des Unternehmens
Verantwortlichkeit
Ausschließliche Orientierung an der abzugsfähigen Vorsteuer
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Answer: Funktion der Stelle · Räumlicher Bereich · Verantwortlichkeit
Kostenstellen werden nach Funktion, räumlichem Bereich, Verantwortlichkeit und abrechnungstechnischen Anforderungen gebildet; häufig unterscheidet man Hilfs- und Hauptkostenstellen. Die Rechtsform und die Behandlung der Vorsteuer sind keine Prinzipien der Stellenbildung.
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Wird der Energieverbrauch ausschließlich einer Werkstatt zugeordnet, handelt es sich um Stellen-___. Betrifft die Gebäudeabschreibung mehrere Werkstätten und muss daher geschlüsselt werden, handelt es sich um Stellen-___.
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Answer: Blank 1: Einzelkosten (auch akzeptieren: Stellen-Einzelkosten, Einzelkosten der Stelle). Blank 2: Gemeinkosten (auch akzeptieren: Stellen-Gemeinkosten, Gemeinkosten der Stelle).
Stellen-Einzelkosten sind einer Kostenstelle direkt zurechenbar. Stellen-Gemeinkosten betreffen mehrere Stellen und werden deshalb mit Schlüsseln verteilt. Die Bezeichnung hängt von der Zurechenbarkeit zur Stelle ab, nicht vom Kostenartencharakter gegenüber dem Produkt.
Flash card
Beschreiben Sie die Grundstruktur der internen Leistungsverrechnung von der Verteilung der primären Kosten bis zur Ermittlung der Verrechnungssätze der Hauptkostenstellen und erläutern Sie, wie die Kosten innerbetrieblicher Leistungen anschließend auf Produkte gelangen.
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Answer: Zuerst werden die primären Kosten verteilt. Die Leistung der Hilfsstellen wird bewertet und als sekundäre Kosten an die Empfänger weitergegeben. Aus den Endkosten der Hauptstellen entstehen Verrechnungssätze. Die Kosten der Hilfsstellen werden also zunächst auf empfangende Hauptstellen verrechnet; erst danach werden Zuschlags- oder Verrechnungssätze der Hauptstellen auf die Produkte angewendet.
Ohne diesen Umweg über die Hauptstellen würden Hilfsstellenkosten nicht verursachungsgerecht in die Produktkalkulation eingehen. Die Endkosten der Hauptstellen bilden die Basis für Zuschlags- oder Verrechnungssätze, mit denen Gemeinkosten den Kostenträgern zugeschlagen werden.
Numeric
Eine Hauptkostenstelle weist primäre Gemeinkosten von 72000 Euro und sekundäre Gemeinkosten von 18000 Euro auf. Als homogene Bezugsgröße gelten 4500 Maschinenstunden. Zusätzlich sind Materialeinzelkosten von 30000 Euro erfasst, die den Kostenträgern direkt zugerechnet werden. Wie hoch ist der Verrechnungssatz in Euro je Maschinenstunde?
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Answer: Value: 20 Euro je Maschinenstunde (exact, no tolerance).
Bei homogener Verursachung werden die Gemeinkosten der Stelle durch die Bezugsgröße geteilt. Endkosten der Hauptstelle sind 72000 + 18000 = 90000 Euro; 90000 / 4500 = 20 Euro je Maschinenstunde. Die Materialeinzelkosten gehören nicht in den Satz, weil Einzelkosten direkt den Kostenträgern zugerechnet werden.
Fixe, variable Kosten und Sunk Costs
Multiple choice
Welche der folgenden Aussagen beschreiben Nachteile einer Vollkostenrechnung gegenüber einer Teilkostenrechnung?
Die Verteilung der Fixkosten ist oft willkürlich.
Die Verrechnungssätze schwanken mit der Beschäftigung.
Kurzfristige Entscheidungen können falsch ausfallen, weil nicht abbaubare Fixkosten als produktbezogen erscheinen.
Variable Kosten werden in der Vollkostenrechnung grundsätzlich nicht erfasst.
Einzelkosten dürfen den Kostenträgern nicht direkt zugerechnet werden.
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Answer: Die Verteilung der Fixkosten ist oft willkürlich. · Die Verrechnungssätze schwanken mit der Beschäftigung. · Kurzfristige Entscheidungen können falsch ausfallen, weil nicht abbaubare Fixkosten als produktbezogen erscheinen.
Vollkosten verteilen Fixkosten oft schlüsselbedingt willkürlich; die Sätze hängen von der Beschäftigung ab, und nicht abbaubare Fixkosten wirken fälschlich produktbezogen, sodass kurzfristige Entscheidungen verzerrt werden. Variable Kosten werden auch in der Vollkostenrechnung erfasst, und Einzelkosten werden den Kostenträgern direkt zugerechnet.
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Bereits entstandene Kosten, die durch die aktuelle Entscheidung nicht mehr veränderbar sind, bezeichnet man als ___. Für zukunftsgerichtete Alternativen sind sie grundsätzlich ___.
Sunk Costs sind schon angefallen und durch die jetzt zu treffende Wahl nicht mehr beeinflussbar. Deshalb dürfen sie die Bewertung zukünftiger Alternativen nicht steuern.
Flash card
Erläutern Sie, unter welcher Bedingung eine Preissenkung trotz scheinbarer Unterdeckung der Vollkosten das Periodenergebnis verbessern kann.
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Answer: Die Preissenkung ist vorteilhaft, wenn der zusätzliche Erlös die zusätzlichen variablen Kosten übersteigt und die Fixkosten unverändert bleiben. Die scheinbare Vollkostenunterdeckung täuscht dann, weil nicht abbaubare Fixkosten dem Auftrag nicht entscheidungsrelevant zuzurechnen sind.
Kurzfristig zählen nur die durch die Entscheidung ausgelösten Größen. Steigt der Deckungsbeitrag und bleiben Fixkosten gleich, verbessert sich das Ergebnis, auch wenn die Vollkostensätze nicht erreicht werden.
Single choice
Ein Zusatzauftrag lässt die Gesamthöhe der Fixkosten unverändert und verursacht nur zusätzliche variable Kosten. Welche Schlussfolgerung ist für die kurzfristige Annahmeentscheidung zutreffend?
Maßgeblich ist, ob der zusätzliche Erlös die zusätzlichen variablen Kosten übersteigt; die unveränderten Fixkosten sind nicht entscheidungsrelevant.
Der Auftrag darf nur angenommen werden, wenn er die anteilig verrechneten Fixkosten vollständig deckt.
Bereits angefallene Sunk Costs müssen anteilig auf den Auftrag weiterverrechnet werden, bevor angenommen werden darf.
Variable Kosten sind irrelevant, weil nur die Vollkosten den kurzfristig tragfähigen Preis bestimmen.
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Answer: Maßgeblich ist, ob der zusätzliche Erlös die zusätzlichen variablen Kosten übersteigt; die unveränderten Fixkosten sind nicht entscheidungsrelevant.
Im relevanten Bereich bleiben Fixkosten insgesamt gleich und sind daher für die Zusatzentscheidung nicht veränderbar. Sunk Costs sind ebenfalls nicht mehr beeinflussbar. Entscheidend ist der Vergleich von zusätzlichem Erlös und zusätzlichen variablen Kosten; eine Vollkostendeckung ist kurzfristig keine notwendige Bedingung.
Single choice
In der erzeugten Grafik: Welche Kostenkategorie beschreibt die hervorgehobene Kostenfunktion im relevanten Bereich?
Fixkosten
Variable Kosten
Sunk Costs
Herstellkosten
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Answer: Fixkosten
Im relevanten Bereich bleiben Fixkosten in der Summe gleich; die hervorgehobene, mengenunabhängige Linie entspricht diesem Verlauf. Variable Kosten würden sich mit Menge bzw. Leistung ändern. Sunk Costs sind bereits entstandene, durch die aktuelle Entscheidung nicht mehr veränderbare Kosten und damit keine Verlaufskategorie. Herstellkosten sind eine Kalkulationsgröße, keine Kostenverhaltensart.
Vollkosten- versus Teilkostenrechnung
Multiple choice
Welche Aussagen beschreiben Nachteile der Vollkostenrechnung gegenüber der Teilkostenrechnung?
Die Verteilung der Fixkosten auf die Kostenträger ist oft willkürlich.
Die Kalkulationssätze schwanken mit der Beschäftigung.
Nicht abbaubare Fixkosten erscheinen als produktbezogen, sodass kurzfristige Entscheidungen falsch ausfallen können.
Variable Kosten werden den Produkten grundsätzlich nicht zugerechnet.
Die Kostenstellenrechnung entfällt vollständig.
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Answer: Die Verteilung der Fixkosten auf die Kostenträger ist oft willkürlich. · Die Kalkulationssätze schwanken mit der Beschäftigung. · Nicht abbaubare Fixkosten erscheinen als produktbezogen, sodass kurzfristige Entscheidungen falsch ausfallen können.
In der Vollkostenrechnung werden auch Fixkosten auf Produkte umgelegt. Diese Verteilung ist häufig nicht verursachungsgerecht, die Sätze hängen von der Beschäftigungsmenge ab, und für kurzfristige Entscheidungen wirken nicht abbaubare Fixkosten fälschlich wie produktbezogene Kosten. Variable Kosten werden durchaus zugerechnet; die Kostenstellenrechnung bleibt Bestandteil des Grundmodells.
Fill in the blank
Bereits entstandene, durch die aktuelle Entscheidung nicht mehr veränderbare Kosten bezeichnet man als ___. Für die Beurteilung zukunftsgerichteter Alternativen sind sie grundsätzlich ___.
Sunk Costs sind historische, durch die anstehende Wahl nicht mehr beeinflussbare Beträge. Teilkosten- und Entscheidungsrechnungen lassen sie deshalb außen vor; maßgeblich sind nur noch veränderbare, zukunftsbezogene Kosten und Erlöse.
Flash card
Warum kann eine Preissenkung trotz scheinbarer Unterdeckung der Vollkosten das Periodenergebnis verbessern, und welche Bedingung muss dafür bezüglich Erlös, variablen Kosten und Fixkosten erfüllt sein?
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Answer: Die scheinbare Vollkostenunterdeckung täuscht, weil nicht abbaubare Fixkosten den Anschein produktbezogener Kosten erwecken. Die Preissenkung verbessert das Ergebnis, wenn der zusätzliche Erlös die zusätzlichen variablen Kosten übersteigt und die Fixkosten unverändert bleiben.
Kurzfristig sind nur die zusätzlich ausgelösten Kosten und Erlöse entscheidungsrelevant. Bleiben die Fixkosten gleich, reicht ein positiver Deckungsbeitrag des Zusatzgeschäfts aus, selbst wenn der Preis die Vollkosten nicht deckt. Eine Betrachtung allein auf Vollkostenbasis kann daher zu einer falschen Ablehnung führen.
Single choice
Weshalb können Zuschlagssätze der Vollkostenrechnung mit der Beschäftigung schwanken, obwohl sich die Fixkosten im relevanten Bereich insgesamt nicht ändern?
Die unveränderten Fixkosten werden auf eine wechselnde Leistungsmenge umgelegt, sodass der Satz je Einheit steigt oder fällt.
Fixkosten steigen im relevanten Bereich proportional mit der Menge.
Einzelkosten müssen stets über Kostenstellen geschlüsselt werden.
Variable Kosten bleiben in der Summe unabhängig von der Leistungsmenge.
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Answer: Die unveränderten Fixkosten werden auf eine wechselnde Leistungsmenge umgelegt, sodass der Satz je Einheit steigt oder fällt.
Fixkosten sind im relevanten Bereich in der Summe konstant. Verteilt die Vollkostenrechnung sie über eine Bezugsgröße auf die Kostenträger, ändert sich der Satz je Einheit, sobald die Beschäftigungsmenge schwankt. Genau diese Mengenabhängigkeit der Sätze ist ein zentraler Kritikpunkt gegenüber der Teilkostenrechnung.
Single choice
Im generierten Diagramm ist der Verlauf der Gesamtkosten in Abhängigkeit von der Leistungsmenge im relevanten Bereich dargestellt. Um welche Kostenkategorie handelt es sich?
Fixkosten
Variable Kosten
Sunk Costs
Gemeinkosten
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Answer: Fixkosten
Fixkosten bleiben im relevanten Bereich in der Summe gleich, unabhängig von der Leistungsmenge; der Gesamtkostenverlauf ist daher waagerecht. Variable Kosten würden mit der Menge steigen. Sunk Costs sind entscheidungsirrelevante, bereits entstandene Kosten und beschreiben keinen Mengenverlauf. Gemeinkosten betreffen die Zurechenbarkeit, nicht das Verhalten der Gesamtkosten zur Menge.
Zwecksetzungen der Kostenrechnung
Multiple choice
Welche der folgenden Aussagen beschreiben zutreffend wesentliche Zwecksetzungen der Kostenrechnung?
Sie soll Produktkosten ermitteln.
Sie soll Prozesskosten ermitteln.
Sie soll Marktpreise allein aus den entstandenen Kosten ableiten.
Sie soll die Kosten der gewählten Prozesse minimieren und kontrollieren.
Sie soll den gesetzlich zulässigen Höchstpreis festsetzen.
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Answer: Sie soll Produktkosten ermitteln. · Sie soll Prozesskosten ermitteln. · Sie soll die Kosten der gewählten Prozesse minimieren und kontrollieren.
Wesentliche Zwecksetzungen sind das Ermitteln von Produkt- und Prozesskosten sowie das Minimieren und Kontrollieren der Kosten gewählter Prozesse. Der erzielbare Preis wird nicht allein aus Kosten berechnet, und die Kostenrechnung setzt keinen gesetzlichen Höchstpreis fest.
Single choice
Warum ist es zweckmäßig, erzielbare Preise nicht allein aus den Kosten zu berechnen, obwohl Kosten den Preis langfristig mitbeeinflussen können?
Der Marktpreis entsteht grundsätzlich durch Angebot und Nachfrage; das Unternehmen prüft, ob der erzielbare Preis unter Berücksichtigung von Kosten, Nachfrage, Wettbewerb und Strategie tragfähig ist.
Langfristig schreiben die Vollkosten den Marktpreis zwingend vor, kurzfristig gilt ausschließlich die Nachfrage.
Nur Prozesskosten dürfen in die Preisbildung eingehen, Produktkosten bleiben unbeachtlich.
Steuerrechtliche Bewertungsvorschriften ersetzen die Marktpreisbildung vollständig.
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Answer: Der Marktpreis entsteht grundsätzlich durch Angebot und Nachfrage; das Unternehmen prüft, ob der erzielbare Preis unter Berücksichtigung von Kosten, Nachfrage, Wettbewerb und Strategie tragfähig ist.
Grundsätzlich bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis. Langfristig wirkt sich aus, ob das Verhältnis von Kosten zu erwarteten Preisen für Anbieter attraktiv ist. Deshalb beurteilt das Unternehmen den Marktpreis zweckmäßigerweise auf Tragfähigkeit und berechnet ihn nicht allein aus Kosten.
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Eine wesentliche Zwecksetzung der Kostenrechnung besteht darin, Halb- und Fertigerzeugnisse für ___, ___ und ___ Zwecke zu bewerten.
Neben der Ermittlung und Steuerung von Produkt- und Prozesskosten dient die Kostenrechnung dazu, unfertige und fertige Erzeugnisse für handelsrechtliche, unternehmensrechtliche und steuerrechtliche Zwecke zu bewerten.
Single choice
Welche zentrale Aufgabe erfüllt die Kostenstellenrechnung, damit Gemeinkosten kontrolliert und für die Kalkulation nutzbar gemacht werden können?
Sie sammelt Gemeinkosten nach Entstehungs- und Verantwortungsbereichen, kontrolliert sie und bereitet sie für die Weiterverrechnung vor.
Sie rechnet ausschließlich Einzelkosten den Kostenträgern zu und lässt Gemeinkosten unberücksichtigt.
Sie legt den marktüblichen Verkaufspreis unabhängig von Bezugsgrößen fest.
Sie weist bereits entstandene, nicht mehr veränderbare Kosten als allein entscheidungsrelevante Produktkosten aus.
Show the answer
Answer: Sie sammelt Gemeinkosten nach Entstehungs- und Verantwortungsbereichen, kontrolliert sie und bereitet sie für die Weiterverrechnung vor.
Einzelkosten gehen direkt auf Kostenträger; die Kostenstellenrechnung bündelt vor allem Gemeinkosten nach Entstehung und Verantwortung, ermöglicht Kontrolle und schafft die Grundlage für Zuschlags- oder Verrechnungssätze.
Flash card
Analysieren Sie, warum eine Vollkostenrechnung den Entscheidungszweck der Kostenrechnung bei kurzfristigen Preis- oder Zusatzauftragsentscheidungen verfehlen kann, und nennen Sie die Bedingung, unter der eine Preissenkung trotz scheinbarer Vollkostenunterdeckung vorteilhaft sein kann.
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Answer: Die Fixkostenverteilung ist oft willkürlich, Zuschlagssätze schwanken mit der Beschäftigung, und nicht abbaubare Fixkosten erscheinen fälschlich als produktbezogen; dadurch können kurzfristige Entscheidungen falsch ausfallen. Eine Preissenkung kann vorteilhaft sein, wenn der zusätzliche Erlös die zusätzlichen variablen Kosten übersteigt und die Fixkosten unverändert bleiben (Sunk Costs bzw. nicht abbaubare Fixkosten sind dann irrelevant).
Vollkosten rechnen auch fixe Gemeinkosten den Produkten zu, obwohl sie im relevanten Bereich insgesamt gleich bleiben und durch die aktuelle Entscheidung oft nicht mehr veränderbar sind. Entscheidend ist der Vergleich von zusätzlichem Erlös und zusätzlichen variablen Kosten; liegen die Mehrerlöse darüber und bleiben die Fixkosten konstant, verbessert sich das Ergebnis trotz Unterdeckung auf Vollkostenbasis.
Kostenartenrechnung und Arbeitskosten
Single choice
Konstrukteure eines Anlagenbauers können ihre Arbeitszeit eindeutig einzelnen Kundenaufträgen zuordnen. Wie sind deren Gehälter kostenrechnerisch einzuordnen?
Als Gemeinkosten, weil Gehälter traditionell immer Gemeinkosten sind.
Als Einzelkosten, weil nicht die Bezeichnung, sondern die eindeutige Zurechenbarkeit zum Produkt entscheidet.
Als Vermögenskosten, weil geistige Arbeit dem Anlagevermögen zuzurechnen ist.
Als sonstige Kosten, weil Gehälter keine Arbeitskosten darstellen.
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Answer: Als Einzelkosten, weil nicht die Bezeichnung, sondern die eindeutige Zurechenbarkeit zum Produkt entscheidet.
Ob Arbeitskosten Einzel- oder Gemeinkosten sind, hängt von der Zurechenbarkeit ab, nicht von der Bezeichnung Lohn oder Gehalt. Traditionell gelten Fertigungslöhne als Einzelkosten und Gehälter als Gemeinkosten; eindeutig produktbezogene Gehälter können jedoch Einzelkosten sein.
Multiple choice
Welche der folgenden Positionen zählen zu den Arbeitskosten?
Fertigungs- und Hilfslöhne
Personalnebenkosten und Reisekosten
Rohstoffe als wesentlicher Produktbestandteil
Gesetzlicher und freiwilliger Sozialaufwand sowie lohnabhängige Abgaben
Betriebsstoffe, die im Prozess verbraucht, aber nicht Bestandteil des Produkts werden
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Answer: Fertigungs- und Hilfslöhne · Personalnebenkosten und Reisekosten · Gesetzlicher und freiwilliger Sozialaufwand sowie lohnabhängige Abgaben
Arbeitskosten umfassen unter anderem Fertigungs- und Hilfslöhne, Nichtleistungslöhne, Gehälter, Personalnebenkosten, Reisekosten, gesetzlichen und freiwilligen Sozialaufwand, lohnabhängige Abgaben und gegebenenfalls Unternehmerlohn. Rohstoffe und Betriebsstoffe gehören zu den Materialkosten.
Flash card
Ordnen Sie Fertigungslöhne, Verwaltungsgehälter, Rohstoffe und kalkulatorische Zinsen den Hauptgruppen der Kostenarten zu. Begründen Sie außerdem, warum die Fertigungslöhne typischerweise anders als die Verwaltungsgehälter als Einzel- oder Gemeinkosten behandelt werden.
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Answer: Fertigungslöhne und Verwaltungsgehälter sind Arbeitskosten; Rohstoffe sind Materialkosten; kalkulatorische Zinsen sind Vermögenskosten. Fertigungslöhne sind typischerweise Einzelkosten, weil produktive, eindeutig produktbezogene Arbeit direkt zurechenbar ist. Verwaltungsgehälter sind regelmäßig Gemeinkosten, weil sie nicht direkt einem Produkt zugeordnet werden können.
Die Kostenartenrechnung gliedert den Werteverzehr in Arbeits-, Vermögens-, Material- und sonstige Kosten. Innerhalb der Arbeitskosten entscheidet die Zurechenbarkeit: produktive, produktbezogene Arbeit ist typischerweise Einzelkosten, nicht direkt zurechenbare Teile sind Gemeinkosten.
Fill in the blank
Die Kostenartenrechnung beantwortet die Frage „___ Kosten?“ und erfasst, gliedert sowie bewertet den ___.
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Answer: Blank 1: Welche. Blank 2: Werteverzehr (auch akzeptieren: Werteverzehr der Periode / betrieblichen Werteverzehr).
Im Grundmodell fragt die Kostenartenrechnung „Welche Kosten?“, die Kostenstellenrechnung „Wo?“ und die Kostenträgerrechnung „Wofür beziehungsweise wohin verrechnet?“. Die Kostenartenrechnung erfasst, gliedert und bewertet den Werteverzehr.
Single choice
Ein Werker fertigt ausschließlich ein bestimmtes Erzeugnis, während ein Meister mehrere Fertigungslinien gleichzeitig betreut. Wie sind die zugehörigen Arbeitskosten typischerweise einzuordnen?
Beide als Einzelkosten, weil beide in der Fertigung anfallen.
Beide als Gemeinkosten, weil Arbeitskosten grundsätzlich geschlüsselt werden.
Die produktive Werkerzeit als Einzelkosten, die Meisterkosten als Gemeinkosten.
Die Werkerzeit als Gemeinkosten, die Meisterkosten als Einzelkosten, weil Führung produktbezogen ist.
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Answer: Die produktive Werkerzeit als Einzelkosten, die Meisterkosten als Gemeinkosten.
Produktive, eindeutig einem Produkt zurechenbare Arbeit ist typischerweise Einzelkosten. Nichtproduktive oder nicht direkt zurechenbare Arbeitskosten – etwa Meistertätigkeit über mehrere Linien – sind regelmäßig Gemeinkosten.
Innerbetriebliche Leistungsverrechnung
Single choice
In dem erzeugten Ablaufdiagramm ohne Beschriftung: Welcher Schritt der internen Leistungsverrechnung ist farblich hervorgehoben?
Verteilung der primären Kosten auf die Kostenstellen
Bewertung der Hilfsstellenleistung und Weitergabe der sekundären Kosten an die empfangenden Hauptstellen
Anwendung der Verrechnungssätze der Hauptstellen auf die Produkte
Direkte Zurechnung der Einzelkosten auf die Kostenträger
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Answer: Bewertung der Hilfsstellenleistung und Weitergabe der sekundären Kosten an die empfangenden Hauptstellen
Die Hervorhebung liegt auf den Pfeilen von den Hilfsstellen zu den Hauptstellen. Genau dort wird die Hilfsstellenleistung bewertet und als sekundäre Kosten an die Empfänger weitergegeben, bevor Endkosten und Verrechnungssätze der Hauptstellen entstehen.
Multiple choice
Welche Aussagen zur Kostenstellenbildung und zur Vorbereitung der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung treffen zu?
Gemeinkosten werden nach Entstehungs- und Verantwortungsbereichen gesammelt, kontrolliert und für die Weiterverrechnung vorbereitet.
Verteilt werden vor allem Gemeinkosten; Einzelkosten werden den Kostenträgern direkt zugerechnet.
Kostenstellen dürfen ausschließlich nach dem räumlichen Bereich gebildet werden.
Häufig werden Hilfs- und Hauptkostenstellen unterschieden.
Stellen-Gemeinkosten sind einer Kostenstelle direkt zurechenbar und werden daher nicht geschlüsselt.
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Answer: Gemeinkosten werden nach Entstehungs- und Verantwortungsbereichen gesammelt, kontrolliert und für die Weiterverrechnung vorbereitet. · Verteilt werden vor allem Gemeinkosten; Einzelkosten werden den Kostenträgern direkt zugerechnet. · Häufig werden Hilfs- und Hauptkostenstellen unterschieden.
Die Kostenstellenrechnung sammelt Gemeinkosten nach Entstehung und Verantwortung und bereitet die Weiterverrechnung vor. Einzelkosten gehen direkt auf Kostenträger. Stellenbildung folgt Funktion, Raum, Verantwortlichkeit und Abrechnungsbedarf; Hilfs- und Hauptstellen sind üblich. Stellen-Gemeinkosten betreffen mehrere Stellen und werden geschlüsselt, nicht direkt einer Stelle zugeordnet.
Flash card
Erläutern Sie in der richtigen Reihenfolge die Grundstruktur der internen Leistungsverrechnung von den Primärkosten bis zu den Verrechnungssätzen der Hauptstellen.
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Answer: Zuerst werden die primären Kosten verteilt. Dann wird die Leistung der Hilfsstellen bewertet und die sekundären Kosten werden an die Empfänger weitergegeben. Anschließend ergeben sich die Endkosten der Hauptstellen, aus denen die Verrechnungssätze ermittelt werden.
Ohne diese Reihenfolge würden Hilfsstellenkosten nicht verursachungsgerecht in den Endkosten der Hauptstellen landen. Erst die Endkosten der Hauptstellen bilden die Basis für Zuschlags- oder Verrechnungssätze, mit denen Produkte belastet werden.
Fill in the blank
Damit innerbetriebliche Leistungen in der Produktkalkulation erscheinen, werden die Kosten der Hilfsstellen zuerst auf empfangende ___ verrechnet; erst danach wendet man Zuschlags- oder Verrechnungssätze der Hauptstellen auf die ___ an.
Hilfsstellen geben ihre Kosten nicht direkt an die Erzeugnisse weiter. Zuerst fließen sie in die Hauptstellen; deren Zuschlags- oder Verrechnungssätze belasten dann die Produkte.
Single choice
Eine Fertigungshauptstelle hat weitgehend homogene Verursachung. Welche Vorgehensweise entspricht der einfachen Ermittlung ihres Zuschlagssatzes?
Die Gemeinkosten der Stelle durch eine geeignete homogene Bezugsgröße teilen und das Ergebnis als Prozent oder als Euro je Leistungseinheit ausdrücken.
Die Einzelkosten aller Kostenträger durch die Gemeinkosten der Hilfsstellen teilen.
Die sekundären Kosten ohne Bezugsgröße pauschal zu gleichen Teilen auf alle Produkte umlegen.
Die Gemeinkosten der Stelle nur auf das zinsberechtigte Kapital beziehen.
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Answer: Die Gemeinkosten der Stelle durch eine geeignete homogene Bezugsgröße teilen und das Ergebnis als Prozent oder als Euro je Leistungseinheit ausdrücken.
Bei homogener Verursachung genügt eine Bezugsgröße: Gemeinkosten der Stelle geteilt durch diese Größe ergeben den Zuschlagssatz, wahlweise in Prozent oder in Euro je Leistungseinheit. Pauschalumlagen, Einzelkosten-Division oder Kapitalbezug entsprechen nicht diesem Verfahren.
Kalkulatorische Wagnisse
Single choice
Ein Betrieb will kalkulatorische Wagniskosten aus tatsächlich eingetretenen Schäden der Vorperioden ableiten. Welches Vorgehen ist dafür zweckmäßig?
Die Schäden mehrerer Perioden auf eine passende Bezugsgröße beziehen und daraus einen Durchschnitt bzw. rollierenden Durchschnitt bilden.
Nur den Schaden der jüngsten Periode ohne Bezugsgröße unverändert als Wagniskosten der Folgeperiode ansetzen.
Den höchsten historischen Einzelschaden in jeder Periode als Fixkosten verrechnen.
Historische Schäden ignorieren und ausschließlich einen Risikozuschlag im kalkulatorischen Zinssatz verwenden.
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Answer: Die Schäden mehrerer Perioden auf eine passende Bezugsgröße beziehen und daraus einen Durchschnitt bzw. rollierenden Durchschnitt bilden.
Wiederkehrende Schäden lassen sich periodengerecht nur dann in Wagniskosten überführen, wenn mehrere Perioden betrachtet, auf eine geeignete Bezugsgröße bezogen und gemittelt werden. Ein einzelner Periodenwert oder der Höchstschaden verzerrt, und der Zinssatzzuschlag betrifft das allgemeine Unternehmerwagnis, nicht die Ableitung aus konkreten Vorschäden.
Multiple choice
Welche der folgenden Positionen werden als kalkulatorische Wagnisse unterschieden?
Beständewagnis
Fertigungs- bzw. Ausschusswagnis
Debitorenwagnis
Kalkulatorischer Unternehmerlohn
Abzugsfähige Vorsteuer
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Answer: Beständewagnis · Fertigungs- bzw. Ausschusswagnis · Debitorenwagnis
Zu den unterschiedenen Wagnissen zählen unter anderem Bestände-, Anlagen-, Fertigungs- bzw. Ausschuss-, Gewährleistungs-, Debitoren- und Währungswagnis. Der kalkulatorische Unternehmerlohn gehört zu den Arbeitskosten; die abzugsfähige Vorsteuer ist kein endgültiger Werteverzehr und daher keine Kostenposition.
Fill in the blank
Bei sehr seltenen Schadensfällen können Erwartungswerte aus ___ mal ___ gebildet oder Szenarien verwendet werden.
Tritt ein Schaden so selten ein, dass kurze Ist-Zeitreihen kaum aussagekräftig sind, wird der kalkulatorische Ansatz oft als Erwartungswert modelliert: Eintrittswahrscheinlichkeit multipliziert mit der Schadenshöhe. Ergänzend kommen längere Zeitreihen, Branchen- bzw. Versicherungsdaten oder Szenarien in Betracht.
Flash card
Auf welchen zwei Wegen kann das allgemeine Unternehmerwagnis in der Kostenrechnung berücksichtigt werden?
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Answer: Entweder über einen Risikozuschlag im kalkulatorischen Zinssatz oder als gesonderte kalkulatorische Kostenposition.
Im Gegensatz zu speziellen Einzelwagnissen, die sich oft aus Schadensstatistiken ableiten lassen, wird das allgemeine Unternehmerwagnis nicht über einen einfachen Schadensdurchschnitt erfasst, sondern entweder in den kalkulatorischen Zinssatz eingerechnet oder als eigene kalkulatorische Kostenart ausgewiesen.
Numeric
Ein sehr seltenes Anlagenwagnis wird mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 0,02 und einer Schadenshöhe von 80000 Euro geschätzt. Welcher Erwartungswert in Euro ist als kalkulatorische Wagniskosten anzusetzen?
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Answer: Value: 1600 Euro (exact, no tolerance).
Der Erwartungswert ergibt sich als Eintrittswahrscheinlichkeit mal Schadenshöhe: 0,02 × 80000 = 1600 Euro. Dieser Betrag kann bei seltenen Schadensfällen anstelle eines instabilen Durchschnitts weniger Ist-Perioden als Wagniskosten angesetzt werden.
Kalkulatorische Zinsen
Single choice
Warum werden in der Kostenrechnung Zinsen auch auf das Eigenkapital angesetzt, obwohl dafür keine vertraglichen Zinszahlungen an Gläubiger anfallen?
Weil die entgangene Rendite einer alternativen Anlage eine Opportunitätskostenposition und damit kalkulatorische Zusatzkosten darstellt.
Weil Handels- und Steuerrecht eine Verzinsung des Eigenkapitals zwingend vorschreiben.
Weil Eigenkapitalzinsen einen endgültigen Zahlungsmittelabfluss an außenstehende Kapitalgeber darstellen.
Weil nur das Eigenkapital zinsberechtigt ist und Fremdkapitalzinsen in der Kalkulation ignoriert werden.
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Answer: Weil die entgangene Rendite einer alternativen Anlage eine Opportunitätskostenposition und damit kalkulatorische Zusatzkosten darstellt.
Eigenkapital könnte alternativ verzinslich angelegt werden. Die entgangene Rendite ist daher eine Opportunitätskostenposition und wird als kalkulatorische Zusatzkosten erfasst, unabhängig davon, ob tatsächlich Zinsen gezahlt werden.
Multiple choice
Welche der folgenden Größen werden bei der Ermittlung des zinsberechtigten Kapitals abgezogen beziehungsweise herausgerechnet?
Nicht betriebsnotwendige Vermögensteile
Lieferverbindlichkeiten als zinsfreies Abzugskapital
Kundenanzahlungen als zinsfreies Abzugskapital
Rohstoffbestände, soweit sie betriebsnotwendiges Umlaufvermögen sind
Fertigungslöhne, weil sie produktive Einzelkosten sind
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Answer: Nicht betriebsnotwendige Vermögensteile · Lieferverbindlichkeiten als zinsfreies Abzugskapital · Kundenanzahlungen als zinsfreies Abzugskapital
Ausgangspunkt ist das betriebsnotwendige Vermögen. Nicht betriebsnotwendige Teile werden abgezogen. Anschließend mindert zinsfreies Abzugskapital wie Lieferverbindlichkeiten und Kundenanzahlungen das zinsberechtigte Kapital, weil diese Mittel unverzinslich zur Verfügung stehen. Betriebsnotwendige Bestände gehören zum Vermögen und werden nicht abgezogen; Fertigungslöhne sind Kosten, keine Kapitalposition.
Flash card
Erläutern Sie die Ermittlung des zinsberechtigten Kapitals und begründen Sie, warum passende Werte und Durchschnittsbindungen angesetzt werden sowie warum zinsfreie Posten das Kapital mindern.
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Answer: Zuerst wird das betriebsnotwendige Vermögen bestimmt und nicht betriebsnotwendige Teile werden abgezogen. Für die verbleibenden Positionen sind passende Werte und Durchschnittsbindungen anzusetzen, damit nicht Stichtagsspitzen, sondern die tatsächlich gebundene Kapitalbasis verzinst wird. Anschließend wird zinsfreies Abzugskapital wie Lieferverbindlichkeiten und Kundenanzahlungen abgezogen, weil diese Mittel unverzinslich zur Verfügung stehen und daher nicht mit kalkulatorischen Zinsen belastet werden sollen.
Kalkulatorische Zinsen sollen nur das wirklich betrieblich und durchschnittlich gebundene, nicht bereits zinsfrei finanzierte Kapital treffen. Deshalb kombinieren die Schritte Betriebsnotwendigkeit, Bewertung bzw. Durchschnittsbindung und Abzug zinsfreier Finanzierung.
Fill in the blank
Beim zinsberechtigten Kapital wird zinsfreies Abzugskapital wie ___ und ___ abgezogen.
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Answer: Blank 1: Lieferverbindlichkeiten (auch akzeptieren: Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Lieferantenkredite). Blank 2: Kundenanzahlungen (auch akzeptieren: erhaltene Anzahlungen, Anzahlungen von Kunden). Die Reihenfolge der beiden Nennungen darf vertauscht sein.
Lieferverbindlichkeiten und Kundenanzahlungen stehen dem Unternehmen zinsfrei zur Verfügung. Sie werden daher als Abzugskapital vom betriebsnotwendigen Vermögen abgesetzt, damit kalkulatorische Zinsen nicht auf bereits unverzinslich finanzierte Mittel gerechnet werden.
Single choice
Wie lässt sich das allgemeine Unternehmerwagnis in einem System kalkulatorischer Zinsen sachgerecht berücksichtigen, ohne es mit dem reinen Kapitalbindungszins zu verwechseln?
Über einen Risikozuschlag im kalkulatorischen Zinssatz oder als gesonderte kalkulatorische Kostenposition.
Ausschließlich durch Erhöhung der buchhalterischen Abschreibung auf Anschaffungskosten.
Indem es als zinsfreies Abzugskapital vom betriebsnotwendigen Vermögen abgezogen wird.
Gar nicht, weil Eigenkapitalzinsen das allgemeine Unternehmerwagnis bereits vollständig abdecken.
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Answer: Über einen Risikozuschlag im kalkulatorischen Zinssatz oder als gesonderte kalkulatorische Kostenposition.
Das allgemeine Unternehmerwagnis ist vom reinen Ansatz einer entgangenen Kapitalrendite zu trennen. Es kann entweder den kalkulatorischen Zinssatz als Risikozuschlag erhöhen oder als eigene kalkulatorische Kostenposition geführt werden, nicht aber über Abzugskapital oder buchhalterische Abschreibungen.
Materialkosten
Multiple choice
Welche der folgenden Aussagen zu Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zutreffend?
Rohstoffe bilden einen wesentlichen Bestandteil des Produkts.
Hilfsstoffe bilden einen untergeordneten Bestandteil des Produkts.
Betriebsstoffe werden im Prozess verbraucht, gehen aber nicht als Bestandteil in das Produkt ein.
Betriebsstoffe bilden den wesentlichen Produktbestandteil.
Hilfsstoffe werden im Prozess verbraucht und sind nicht Bestandteil des Produkts.
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Answer: Rohstoffe bilden einen wesentlichen Bestandteil des Produkts. · Hilfsstoffe bilden einen untergeordneten Bestandteil des Produkts. · Betriebsstoffe werden im Prozess verbraucht, gehen aber nicht als Bestandteil in das Produkt ein.
Rohstoffe gehen als wesentlicher, Hilfsstoffe als untergeordneter Bestandteil in das Erzeugnis ein. Betriebsstoffe werden im Prozess verbraucht, ohne Bestandteil des Produkts zu sein; sie dürfen daher weder mit Rohstoffen noch mit Hilfsstoffen gleichgesetzt werden.
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Rohstoffe sind regelmäßig ___, weil sie dem Produkt direkt zurechenbar sind.
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Answer: Blank 1: Einzelkosten (auch akzeptieren: direkte Kosten).
Die Zuordnung folgt der Zurechenbarkeit zum Kostenträger. Rohstoffe lassen sich dem Produkt eindeutig zuordnen und werden daher regelmäßig als Einzelkosten erfasst, nicht als Gemeinkosten.
Flash card
Begründen Sie, warum Material in der Kostenrechnung ohne abzugsfähige Vorsteuer bewertet wird, und beschreiben Sie, wie die Mehrwertsteuer in der Finanzbuchhaltung erfasst wird.
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Answer: Die abzugsfähige Vorsteuer ist kein endgültiger Werteverzehr, sondern eine Forderung gegenüber dem Finanzamt. Bei Vorsteuerabzug wird sie daher nicht als Kosten erfasst; kalkuliert wird netto. In der Finanzbuchhaltung wird die Vorsteuer als Forderung und die Umsatzsteuer als Verbindlichkeit gegenüber dem Finanzamt gebucht; saldiert ergibt sich Zahllast oder Guthaben.
Kostenrechnung erfasst nur endgültigen Werteverzehr, daher Nettobeträge. Die Finanzbuchhaltung bildet dagegen Steuerforderung und -verbindlichkeit gegenüber dem Finanzamt ab und ermittelt den Saldo.
Single choice
Wie werden Materialkosten im üblichen Aufbau der Zuschlagskalkulation berücksichtigt?
Materialeinzelkosten werden um Materialgemeinkosten ergänzt; zusammen mit den Fertigungskosten entstehen die Herstellkosten.
Nur die Materialgemeinkosten werden dem Kostenträger direkt zugerechnet, die Materialeinzelkosten entfallen.
Materialeinzel- und Materialgemeinkosten werden erst nach den Selbstkosten als Gewinnzuschlag angesetzt.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe fließen ausschließlich über die Vertriebsgemeinkosten in die Kalkulation ein.
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Answer: Materialeinzelkosten werden um Materialgemeinkosten ergänzt; zusammen mit den Fertigungskosten entstehen die Herstellkosten.
Zuerst werden Materialeinzelkosten um Materialgemeinkosten ergänzt. Zusammen mit Fertigungseinzel- und Fertigungsgemeinkosten ergeben sich die Herstellkosten; Verwaltung und Vertrieb kommen erst danach hinzu und führen zu den Selbstkosten.
Single choice
In der erzeugten Abbildung: Welcher Kategorie der Materialkosten ist der hervorgehobene Verbrauch zuzuordnen?
Rohstoffe
Hilfsstoffe
Betriebsstoffe
Arbeitskosten
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Answer: Betriebsstoffe
Hervorgehoben ist ein Verbrauch an der Maschine, der nicht in das Erzeugnis eingeht. Das entspricht Betriebsstoffen, nicht Roh- oder Hilfsstoffen, die Bestandteile des Produkts wären.
Preisbildung und Absatzfaktoren
Single choice
Warum bleibt das Verhältnis von Kosten zu erwarteten Preisen für die langfristige Preisbildung relevant, obwohl Produktpreise grundsätzlich durch Angebot und Nachfrage entstehen?
Weil das Angebot langfristig davon abhängt, ob dieses Verhältnis für Anbieter attraktiv genug ist, um am Markt zu bleiben.
Weil der Marktpreis rechnerisch ausschließlich als Zuschlag auf die Selbstkosten festgesetzt wird.
Weil die Nachfrage kurzfristig nur von Gemeinkostenzuschlägen und Abschreibungsverläufen gesteuert wird.
Weil kalkulatorische Zinsen auf Eigenkapital den gesetzlichen Mindestpreis bestimmen.
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Answer: Weil das Angebot langfristig davon abhängt, ob dieses Verhältnis für Anbieter attraktiv genug ist, um am Markt zu bleiben.
Angebot und Nachfrage setzen den Preis. Langfristig wirkt das Kosten-Preis-Verhältnis auf das Angebot: Nur wenn es für Anbieter lohnend ist, wird Kapazität bereitgestellt oder aufrechterhalten.
Multiple choice
Welche der folgenden Faktoren können eine Absatzsteigerung beeinflussen?
Der Verkaufspreis
Werbung
Die Wahl zwischen linearer und degressiver Abschreibung
Filialen bzw. Vertriebskanäle
Die buchhalterische Erfassung abzugsfähiger Vorsteuer
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Answer: Der Verkaufspreis · Werbung · Filialen bzw. Vertriebskanäle
Neben dem Verkaufspreis wirken unter anderem Werbung und das Vertriebsnetz auf den Absatz. Abschreibungsmethode und Vorsteuerbehandlung sind Kosten- bzw. Steuerfragen und steuern den Absatz nicht.
Fill in the blank
Der Marktpreis wird nicht allein aus Kosten berechnet. Ein Anbieter prüft, ob der erzielbare Preis unter Berücksichtigung von Kosten, ___, ___ und Strategie tragfähig ist.
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Answer: Blank 1: Nachfrage. Blank 2: Wettbewerb.
Kosten sind nur ein Prüfmaßstab. Tragfähig ist ein Preis erst, wenn auch Nachfrage, Wettbewerb und die eigene Strategie mitgedacht werden; eine reine Kosten-plus-Rechnung ersetzt den Marktpreis nicht.
Flash card
Erläutern Sie, unter welchen Bedingungen eine Preissenkung trotz scheinbarer Unterdeckung der Vollkosten das Betriebsergebnis verbessern kann.
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Answer: Wenn der zusätzliche Erlös die zusätzlichen variablen Kosten übersteigt und die Fixkosten unverändert bleiben. Nicht abbaubare Fixkosten dürfen die Entscheidung nicht als produktbezogen erscheinen.
Vollkosten rechnen Fixkosten den Produkten zu, obwohl sie kurzfristig oft nicht abbauen. Solange der Mehrumsatz die Mehr-Einzelkosten bzw. variablen Kosten übersteigt, steigt der Deckungsbeitrag und das Ergebnis verbessert sich.
Single choice
Welche Aussage zur Bildung eines Angebotspreises über Zuschlagskalkulation trifft zu?
Einzelkosten werden direkt zugerechnet und Gemeinkosten über Stellen-Zuschläge ergänzt; nach Herstell- und Selbstkosten folgen Gewinn, Rabatt bzw. Skonto und Umsatzsteuer.
Der Marktpreis ergibt sich zwingend als Summe der historischen Anschaffungskosten der Einsatzgüter.
Abzugsfähige Vorsteuer wird als Kostenbestandteil in den Angebotspreis eingerechnet.
Rohstoffe fließen als Gemeinkosten erst in den Gewinnzuschlag ein.
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Answer: Einzelkosten werden direkt zugerechnet und Gemeinkosten über Stellen-Zuschläge ergänzt; nach Herstell- und Selbstkosten folgen Gewinn, Rabatt bzw. Skonto und Umsatzsteuer.
Die Zuschlagskalkulation verdichtet Einzel- und Gemeinkosten zu Herstell- und Selbstkosten und setzt darauf Gewinn, Preisnachlässe und Umsatzsteuer. Der so ermittelte Wert ist ein interner Angebotsmaßstab, nicht automatisch der Marktpreis; Vorsteuer ist kein Werteverzehr, Rohstoffe sind typischerweise Einzelkosten.
Umsatzsteuer in Kosten- und Finanzbuchhaltung
Single choice
Ein Industriebetrieb erwirbt Rohstoffe inklusive gesetzlicher Umsatzsteuer und ist zum Vorsteuerabzug berechtigt. Warum dürfen die Rohstoffe in der Kostenrechnung nur zum Nettobetrag angesetzt werden?
Weil die abzugsfähige Vorsteuer keinen endgültigen Werteverzehr darstellt, sondern eine Forderung gegenüber dem Finanzamt ist.
Weil Rohstoffe regelmäßig Gemeinkosten sind und Gemeinkosten stets nur netto erfasst werden.
Weil die Finanzbuchhaltung Vorsteuer und Umsatzsteuer saldiert und die Kostenrechnung denselben Saldo als Materialkosten übernimmt.
Weil die Umsatzsteuer erst in der Kostenstellenrechnung als Vertriebsgemeinkosten zugeschlagen wird.
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Answer: Weil die abzugsfähige Vorsteuer keinen endgültigen Werteverzehr darstellt, sondern eine Forderung gegenüber dem Finanzamt ist.
Die Kostenrechnung erfasst den betrieblichen Werteverzehr. Abzugsfähige Vorsteuer mindert das Vermögen nicht endgültig, sondern begründet lediglich eine Forderung an das Finanzamt. Deshalb gehört sie nicht zu den Kosten und die Bewertung erfolgt netto.
Multiple choice
Welche Aussagen zur Behandlung der Mehrwertsteuer in Kosten- und Finanzbuchhaltung treffen zu?
Bei Vorsteuerabzug wird die Mehrwertsteuer in der Kostenrechnung grundsätzlich nicht als Kosten erfasst.
In der Finanzbuchhaltung wird die Vorsteuer als Forderung und die Umsatzsteuer als Verbindlichkeit gegenüber dem Finanzamt erfasst.
Die Saldierung von Vorsteuer und Umsatzsteuer ergibt in der Finanzbuchhaltung eine Zahllast oder ein Guthaben.
Abzugsfähige Vorsteuer ist endgültiger Werteverzehr und daher in die Materialkosten einzubeziehen.
Die Umsatzsteuer auf den Absatzpreis ersetzt in der Kostenrechnung den Gewinnzuschlag.
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Answer: Bei Vorsteuerabzug wird die Mehrwertsteuer in der Kostenrechnung grundsätzlich nicht als Kosten erfasst. · In der Finanzbuchhaltung wird die Vorsteuer als Forderung und die Umsatzsteuer als Verbindlichkeit gegenüber dem Finanzamt erfasst. · Die Saldierung von Vorsteuer und Umsatzsteuer ergibt in der Finanzbuchhaltung eine Zahllast oder ein Guthaben.
Mit Vorsteuerabzug kalkuliert die Kostenrechnung netto, weil die Steuer kein Kostenbestandteil ist. Die Finanzbuchhaltung dagegen hält Vorsteuer (Forderung) und Umsatzsteuer (Verbindlichkeit) getrennt fest; der Saldo ist Zahllast oder Guthaben. Vorsteuer ist kein Werteverzehr, und die Umsatzsteuer tritt nicht an die Stelle des Gewinnzuschlags.
Flash card
Vergleichen Sie die Erfassung der Mehrwertsteuer in der Kostenrechnung und in der Finanzbuchhaltung und begründen Sie, welche Größe sich in der Finanzbuchhaltung nach der Saldierung ergibt.
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Answer: Kostenrechnung: Bei Vorsteuerabzug gilt die Mehrwertsteuer grundsätzlich nicht als Kosten; es wird netto kalkuliert, weil abzugsfähige Vorsteuer kein endgültiger Werteverzehr ist. Finanzbuchhaltung: Vorsteuer als Forderung und Umsatzsteuer als Verbindlichkeit gegenüber dem Finanzamt; nach Saldierung Zahllast oder Guthaben.
Beide Rechenkreise dienen unterschiedlichen Zwecken. Die Kostenrechnung fragt nach Werteverzehr und lässt daher abzugsfähige Vorsteuer außen vor. Die Finanzbuchhaltung bildet die steuerlichen Ansprüche und Verpflichtungen gegenüber dem Finanzamt ab und saldiert sie zur Zahllast oder zum Guthaben.
Fill in the blank
Die abzugsfähige Vorsteuer ist kein endgültiger ___, sondern eine ___ gegenüber dem Finanzamt; bei Vorsteuerabzug wird in der Kostenrechnung daher ___ kalkuliert.
Show the answer
Answer: Blank 1: Werteverzehr. Blank 2: Forderung. Blank 3: netto (auch akzeptieren: mit Nettobeträgen, netto ohne Mehrwertsteuer, ohne Umsatzsteuer/Vorsteuer als Kosten).
Nur ein endgültiger Güterverzehr wird zu Kosten. Die abzugsfähige Vorsteuer ist stattdessen eine Forderung an das Finanzamt, weshalb die Kostenrechnung bei Vorsteuerabzug mit Nettobeträgen arbeitet.
Single choice
In der üblichen Zuschlagskalkulation werden nach den Selbstkosten noch Gewinn, Rabatt bzw. Skonto und Umsatzsteuer berücksichtigt. Welche Folgerung zur Rolle der Umsatzsteuer ist zutreffend?
Die Umsatzsteuer gehört nicht zu den Selbstkosten, sondern wird dem kalkulierten Preis zusätzlich aufgeschlagen.
Die Umsatzsteuer ist Bestandteil der Herstellkosten, weil sie dem Produkt direkt zurechenbar ist.
Die Umsatzsteuer wird als Materialgemeinkosten auf die Materialeinzelkosten bezogen.
Die Umsatzsteuer mindert als abzugsfähige Vorsteuer die Fertigungsgemeinkosten.
Show the answer
Answer: Die Umsatzsteuer gehört nicht zu den Selbstkosten, sondern wird dem kalkulierten Preis zusätzlich aufgeschlagen.
Selbstkosten entstehen aus Einzel- und Gemeinkosten bis einschließlich Verwaltung und Vertrieb. Gewinn, Rabatt/Skonto und Umsatzsteuer treten danach hinzu, um zum Angebots- bzw. Rechnungspreis zu gelangen. Die Umsatzsteuer ist damit Preisbestandteil gegenüber dem Abnehmer, nicht Teil der Herstell- oder Selbstkosten.
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